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Die Akademie und das Virus

Die Akademie und das Virus Editor: Peter Schweiger Parallelveranstaltungen sind ja bekanntlicherweise nicht so einfach, jedoch machbar. Diese Erfahrung wurde in der zweiter März Woche auch bei der IPAkademie gemacht, wurde doch in Klagenfurt das Seminar "Prof. Einvernahme - Grundkurs" und zeitgleich im Brauhaus zu Murau das Seminar "Konfliktfrei zwischen den Religionen" veranstaltet. Notwendig war dies nicht nur aufgrund der Pandemie sondern auch aufgrund der Tatsache, dass durch die Einschränkungen der letzten Monate Kollisionen und Terminknappheit unübersehbar waren. Doch mit der großartigen Unterstützung vom Ehrenobmann der VBSt. Klagenfurt, Peter Auer beim Seminar in Klagenfurt und Karel Müller-Peron, dem Obmann der LG Vorarlberg beim Seminar in Murau war beides möglich. Bestens betreut im Bäuerlichen Bildungshaus Schloss Krastowitz und imt Brauhaus zu Murau konnten die insgesamt knapp 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei beiden Seminaren Ihr Wissen und den Horizont erweitern. Während in Klagenfurt Robert Muschet und Andreas Kohs, B.A., M.A. die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hochprofessionell in die Tiefen der Vernehmungstechniken einführten, so sorgten im Brauhaus zu Murau, Dr. Bartosz Kujat, Mag. Gregor Schwimbersky und Manuel Lesky, B.A. dafür, dass alle anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Wissen über die Weltreligionen und deren Entstehungen sowie die aktuellen Entwicklungen erweitern und so weit über den berühmten Tellerrand hinaussehen konnten. Bestens betreut von den Teams im Schloss Krastowitz in Klagenfurt und im Brauhaus zu Murau war auch für den kulinarischen Genuss gesorgt und - wie kann es anders sein - eine Bierverkostung des köstlichen Murauer Bieres, sowie eine mittelalterliche Stadtführung sorgten dafür, dass auch das kulturelle Wissen erweitert wurde. Auch in Klagenfurt sorgte eine Altstadtführung mit anschließendem Abendessen in einem Innenstadtlokal sowie eine Apfelwein- und Schnapsverkostung mit Martina Köstlinger vom Verein "Mostbarkeiten" im Schloss Krastowitz dafür, dass der kulturelle Aspekt nicht zu kurz kam. Zusammenfassend kann man die "Seminarwoche" als großen Erfolg betrachten und auch das Virus beschäftigte uns nur am Rande. Zukünftig werde ich dennoch versuchen Parallelveranstaltungen möglichst zu vermeiden. Ob das auch möglich sein wird, hängt nicht nur von der Entwicklung der Pandemie sondern zu einen sehr großen Teil auch von der Verfügbarkeit der Referenten sowie vom Interesse der IPA Mitglieder an derartigen Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Fotos

Foto: IPA Österreichische Sektion
Foto: IPA Österreichische Sektion
Foto: IPA Österreichische Sektion
Foto: IPA Österreichische Sektion

Bericht: Konfliktfrei zwischen Religionen

Nach dem erfolgreichen ersten Termin im Oktober 2020 fand Anfang Juni im traumhaften Ambiente von Schloss Laubegg in der Steiermark die zweite Auflage des Seminars "Konfliktfrei zwischen Religionen" statt. An zwei Tagen hatten 15 Teilnehmer die Möglichkeit, der Frage auf den Grund zu gehen, ob der Titel des Seminars nur ein Traum ist, oder unter bestimmten Voraussetzungen auch in die Realität umgesetzt werden kann. Um dieses vielschichtige Thema entsprechend behandeln zu können, holte die IPAkademie fünf Referenten in die Steiermark: Dr. Bartosz Kujat, Dr. Lucian Reinfandt, DDr. Karl Trauner, Mag. Gregor Schwimbersky und Manuel Lesky, BA behandelten die Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven und banden auch die Seminarteilnehmer entsprechend mit ein. Den Beginn machte am ersten Tag Dr. Bartosz Kujat mit einem durchaus ungewöhnlichen Start. Der studierte Religionswissenschaftler sprach über die Entstehung des Universums vom Urknall bis zur Erde wie wir sie heute kennen. Damit sollte der wissenschaftliche Ansatz beleuchtet und jenem der Theologie gegenübergestellt werden: der Unterschied zwischen Religiosität (findet eher in der Gemeinschaft statt) und Spiritualität (betrifft mehr das Individuum) wurde dargestellt und im Anschluss die drei Hauptreligionen Christentum, Judentum und Islam in den Fokus genommen. Hier ging es zu Beginn um Religion als Institution, aber auch um den Begriff der sogenannten "Religionsstifter": meist sehr charismatische und überwiegend männliche Personen, die Religionen quasi "erschaffen" bzw. ins Leben rufen - im Unterschied zu den historisch gewachsenen Religionen. Im Islam (Gottheit: Allah) gilt der Prophet Mohammed als Gesandter, der im Gegensatz zu Jesus jedoch keine Wunder vollbringt. Was für das Judentum die Tora (Fünf Bücher Mose) und für das Christentum die Bibel ist, ist im Islam der Koran: hier werden Mohammeds Taten und Handlungen in Form von Anekdoten und Gleichnissen wiedergegeben, welche als Richtlinie für das Verhalten der Islamgläubigen dienen sollen. Im Unterschied dazu findet man zwar im Alten und Neuen Testament auch Gleichnisse und Erzählungen aus dem Leben Jesu, jedoch gibt es auch die 10 Gebote und die Nächstenliebe als oberstes Gesetz. Der Islam wird von den beiden Gruppierungen Schiiten und Sunniten geprägt. Während die Sunniten der Ansicht waren, dass der Prophet Mohammed keinen direkten Nachfolger bestimmt hatte und dieser daher gewählt werden sollte, vertraten die Schiiten die Meinung, dass das neue Oberhaupt des Islam (Kalif oder Imam) auf jeden Fall ein Nachfolger Mohammeds sein sollte. Eine Einigung in dieser Frage konnte bis heute nicht erreicht werden. Weltweit geht man von einer Anzahl von ca. 85% Sunniten und 15% Schiiten aus. Am Folgetag (Thema: "Ist Gewalt menschlich?") begann Univ. Doz. DDr. Karl Trauner seinen Vortrag mit einem kurzen Einstiegstest und der Frage, ob der Mensch frei ist - oder nicht. Die Handlungsfreiheit des Menschen, der sogenannte Determinismus, war Thema für eine angeregte Diskussion zwischen den Seminarteilnehmern, ebenso wie die Frage, ober der Mensch von Natur aus böse ist, oder dies sich erst im Laufe seines Lebens und unter bestimmten Einflüssen entwickelt. Der Nachmittag wurde durch Ing. Mag. Gregor Schwimbersky gestaltet. Der Militärkaplan (Militärpfarrer beim Militärkommando in St. Pölten/NÖ), der selbst nie beim Militär gewesen ist, präsentierte zu Beginn eine Landkarte mit der Verteilung der einzelnen Religionen weltweit. Im Anschluss mussten alle Teilnehmer notieren, wie bzw. auf welche Weise sie während der Arbeit/ihres Dienstes mit Religion in Berührung kommen. Schwerpunkt des Vortrages danach war Religiosität im öffentlichen Dienst und in diesem Zusammenhang der Umgang mit besonderen Vorschriften. Dr. Lucian Reinfandt leitete den zweiten Teil an diesem Nachmittag mit der Frage ein, was Gedankenfreiheit bedeutet und ab wann man von der Entwicklung einer ideologischen Strömung sprechen kann. Wenn sich eine Personengruppe während einer Demonstration zwanglos trifft, stellt sich das anders dar als ein geplantes Zusammentreffen mit dem Ziel, staatsgefährdende Aktionen zu setzen. Zum aktuellen Lagebild in Österreich beschrieb er als die größte Gruppe von Nicht-Österreichern jene der Kurden und Türken, gefolgt von den Westbalkanländern. Vor allem die jüngste Generation würde dabei den Islam viel mehr zur Identitätsfindung nutzen, als die Generationen davor. Am letzten Tag wurde durch den Referenten Manuel Lesky, BA der Begriff der Ethik jenen von Moral und Religion gegenübergestellt. Im Plenum wurden abschließend Möglichkeiten und Herausforderungen beim Einschreiten im exekutiven Außendienst und den ggf. damit verbundenen Konfrontationen mit unterschiedlichen Religionen diskutiert. Ein Seminar am Puls der Zeit, hochaktuell gestaltet - Fortsetzung folgt aller Voraussicht nach in 2022. Fotos

Konfliktfrei zwischen Religionen
Konfliktfrei zwischen Religionen
Konfliktfrei zwischen Religionen

Fotografieren ist heiß

Großengersdorf im Weinviertel war am 19.06. Treffpunkt für 8 fotografisch interessierte und hitzebeständige IPA Mitglieder, hatte es doch tagsüber mehr als 30 Grad im Schatten. Curt Themessl sorgt als Referent dafür, dass trotz großer Hitze alle Teilnehmer ständig in Bewegung waren und das fotografische Wissen immens erweitert wurde. Hr. Friedrich vom Dorfmueseum Großengersdorf war für den kulturell historischen Part verantwortlich, wurde doch das Dorfmuseum speziell für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer geöffnet. Umrahmt von einem hervorragenden Mittagessen im Gasthof "Lebenszeit" klang der Workshop am späten Nachmittag in gemütlicher Atmosphäre aus. Das Resümee war kurz und prägnant: "Wann kommt die nächste Veranstaltung???" So konnten alle vollgepackt mit vielen Fotos und voll mit schönen und auch lustigen Erlebnissen im schönen Weinviertel wiederum den Heimweg antreten. Fotos

IPA - Fotografieren ist heiss
IPA - Fotografieren ist heiss
IPA - Fotografieren ist heiss

Die "Plottn" und ein Fotografie Workshop der besonderen Art

Als Curt Themessl, Berufsfotograf aus Wien, das erste Mal von einem Architektur Workshop auf der "Plottn" in Wien sprach, war nicht nur der Verfasser dieser Zeilen überfordert. Ich konnte mit diesem Begriff absolut nichts anfangen. Das mit der "Plottn" der Bereich rund um das Vienna International Center (VIC), auch als "Uno City" bekannt sowie das Austria Center im 22. Wiener Gemeindebezirk gemeint ist, stellte sich erst bei Detailgesprächen über die Organisation des Workshops heraus. Und so konnten am 12. September 9 IPA Mitglieder die Gelegenheit nutzen und unter der fachkundigen Anleitung von Curt das VIC sowie die Umgebung fotografisch erkunden. Das VIC, der DC Tower, sowie weitere, architektonisch und fotografisch überaus interessante Objekte, wurden aus vielen möglichen und auch unmöglichen Perspektiven fotografisch festgehalten, wurden doch angeblich mehrere Teilnehmer kniend und beinahe am Boden liegend beim Fotografieren beobachtet. Die Umgebung, das perfekte Spätsommerwetter sowie ausgezeichnete kulinarische Versorgung wurden so perfekt genutzt und der Tag verging wie im Flug. Bei der Abschlussbesprechung war nur ein Punkt das große Thema: "Wann findet der nächste Fotografie Workshop statt?". Als Bildungsreferent werde ich versuchen, den Wunsch der Teilnehmer zu erfüllen und eventuell noch im heurigen Jahr einen weiteren Workshop veranstalten, auch in der Hoffnung, dass das eine oder andere IPA Mitglied sein fotografischen Können zukünftig auch der IPA zur Verfügung stellen wird. Autor: Peter Schweiger Fotos

IPA Fotoworkshop Wien
IPA Fotoworkshop Wien

Neufunktionäre auf dem Weg

Das Hotel der Freunde der Natur in Spital am Pyhrn war vom 23. bis 24. November Veranstaltungsort der IPAkademie für eine spezielle Funktionärs- Aus- und Weiterbildung. Zielgruppe waren neue Funktionäre, Funktionäre die innerhalb der IPA Organisationen mit neuen Funktionen betraut wurden und junge IPA Mitglieder die zukünftig Funktionen in den Verbindungsstellen und Landesgruppen bekleiden werden. Präsident Martin Hoffmann konnte 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen neun Bundesländern begrüßen. Somit war ein intensives Arbeiten zu den Themen Sinn und Zweck der IPA , Aufgaben, Ausrichtung der IPA sowie Struktur der IPA gewährleistet. Kamingespräche am Samstagabend rundeten das Seminar ab, und so war auch das Kennenlernen und Knüpfen von Kontakten leicht möglich.